Das Ende des Breitbands?

In den USA machen sich einige Internetprovider daran, die Zeit zurückzudrehen: sie schaffen die Flatrate wieder ab, die volumenbasierten Tarife kehren zurück. Noch sind es nicht mehr als Experimente, die zugrundeliegende Frage aber ist klar: warum soll jemand, der mehr Bandbreite verbraucht, nicht auch mehr dafür zahlen. Die New York Times berichtet von drei verschiedenen Beispielen: ein monatliches Kontingent, eine Verlangsamung der Internetverbindung bei “heavy users” und eine volumenbasierte Abrechnung. Solche Tarife werden sich nur schwierig wieder einführen lassen. Nach Jahren der kostengünstigen DSL-Flats sieht das in Deutschland genauso aus. Die Frage bleibt aber: wer bezahlt den ganzen Spaß? Durch Videos und Internetfernsehen, durch (legale wie illegale) Filmdownloads nimmt der Datendurchsatz stetig zu. Das geht nur so weiter, solange wir nicht an Download-Limits und zwangsverlangsamte Internetverbindungen zu denken haben. Hier zeigt sich auch, auf welch Füßen der derzeitige Netzaufschwung steht. Vielleicht wäre ein grundsätzliches Recht auf schnelles und unbegrenztes Netzvergnügen nicht die falscheste Entscheidung. Wenn, wann nicht jetzt, wollte man der Telekommunikationsbranche ein solches Gesetz nicht abtrotzen? In Zukunft könnte es weit teurer erkauft sein.

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