Bad Banks
15 Mai 2009

Nun bekommen wir sie also auch in Deutschland, die Bad Banks. Ich will ja nicht als Sprachfaschist glänzen, aber: müssen wir das so nennen? Drei Anmerkungen.
Erstens sollte man ja vermuten, dass eine böse, schlechte Bank einen guten Widerpart hat. Hat sie aber nicht, denn die schlechte und die gute Bank gehören zu einem Konzern. So bleibt die Verschiebung von “toxischen” Wertpapieren von einem Keller in den anderen vor allem buchhalterische Alchemie.
Zweitens: Bad. Noch nie hat man im Deutschen dieses Wort mit “schlecht” assoziert. Eher mit Duschen und Wannen oder auch Fangopackungen und Kurschatten.
Drittens bleibt die Frage, wer eigentlich die schlechten Banken verwaltet? Die guten Banker. Und wer überhaupt mit einer Bad Bank Geschäfte machen will? Oder einer guten Bank, der eine schlechte Bank gehört. Das Ganze ist einfach nur eine bad idea.







Aus aktuellem Anlass empfehle ich folgendes Interview aus n+1, ein sowieso recht grandioses Magazin, das zu kaufen ich nur empfehlen kann. Auch weil die Texte eigentlich nix für online sind, weil zu lang. Und Printjournalismus auf diesem Niveau sowieso unterstützt gehört. 