china

Langeweile vor Olympia

Mal abgesehen davon, dass Olympiaden sowieso nicht die spannendsten Angelegenheiten unseres Planeten darstellen und der ganze Hype, die ganzen Artikel und Zeitschriftencover und Sondersendungen in ihrer Masse kaum zu ertragen sind, bleibt die Frage: was bitteschön habt ihr erwartet, liebe Politiker, Sportfunktionäre und Journalisten vor Ort? Da entscheidet man sich dafür, ein Sportereignis in einer Diktatur steigen zu lassen, und wundert sich, dass es dort gewisse Einschränkungen hinsichtlich Freiheit gibt, dass dort gewisse Abstriche in Sachen Menschenrechte gemacht werden müssen. Überraschung! Absolut folgerichtig also, wie UN-Sport-Sonderbeauftragter Willi Lemke in der Rundschau zitiert wird: “Ich kann all die negativen Hintergrundberichte nicht mehr ertragen.” Und weiter heißt es in dem Artikel:

Bizarr muteten die Diskussionsbeiträge von Helmut Digel an, Councilmitglied des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF. Die olympische Vorberichterstattung verunglimpfte der Tübinger Professor als “geistlosen Journalismus”, praktiziert von “Dummköpfen”, die sich auf die Menschenrechtsfrage fokussierten und ständig Sportler damit behelligten.

Da hat er vollkommen recht. In einer Diktatur sind Menschenrechtsfragen lediglich rhetorisch. Und jetzt zum Sport …

Old School

“If you want to be a qualified and good journalist, you must understand politics, must know Marxism and must master some of the basic disciplines of Marxist journalism,” he went on.

“We need to use the Marxist position, the Marxist point of view and the Marxist method to observe and deal with things,” he told his class. “What is the position? It is the party’s position and the people’s position. What is the point of view? Dialectical materialism and historical materialism. What is the method? It is how to deal with conflicts correctly.”

For China’s Journalism Students, Censorship Is a Core Concept, by Edward Cody – The Washington Post