In eigener Sache
28 Mai 2008
Hier war es recht ruhig für ein paar Wochen, was daran lag, dass es an anderer Stelle nicht so ruhig war. Aber dennoch schön. Seit gestern ist ein neues Journal Frankfurt am Kiosk, neu in vielen Hinsichten, vordergründig vor allem mit Blick auf die Gestaltung (das Layout, Design, wie man’s auch immer gerade nennt). Alles etwas luftiger, erwachsener (wobei erwachsen eigentlich ein nicht soo gut gewähltes Wort ist, weil, wie ein Leser heute meiner Meinung nach zurecht anmerkte: erwachsen sein doch irgendwie spießig und langweilig ist. Alle sind erwachsen, keiner mag’s sein? Das wär noch mal ‘nen extra Beitrag an dieser Stelle wert.)
Ich find, das neue Heft ist ziemlich gut geworden und das sage ich nicht, weil ich dort angestellt bin oder das mitverbrochen habe (so drückte sich eine Leserin heute Abend am Telefon aus – aber, bevor der falsche Eindruck entsteht: bislang ists Feedback größtenteils positiv), sondern ich sage das, weil ich das Journal nach dem Relaunch wirklich für substantiell verbessert halte. Der Redaktion wird mehr Raum als bislang eingeräumt (was einen Redakteur natürlich freut), der Terminkalender rückt in den Hintergrund (Vollständigkeit war in einem Printprodukt sowieso schon immer eine Illusion, online kommt man ihr nahe). Dazu hatte ich die Ehre eine mehrseitige Reportage über die Flüchtlingsunterkunft am Flughafen zu schreiben, die es, obwohl eigentlich politisch und damit verkaufsmindernd, sogar aufs Titelblatt geschafft hat. Einen Redakteur und einen Fotografen etliche Tage recherchieren zu lassen, ihnen Zeit zu geben für ein solches Projekt ist ein großer Luxus, den sich ein Stadtmagazin erstmal leisten können/wollen muss.
Schließlich habe ich mich nun wenigstens beruflich mit dem 140-zeichen-ins-netz-schreiben-dienst twitter angefreundet, da erfährt man zwar auch viel Belangloses von den Mitlesern und MItschreibern, aber gleich am dritten Tag etwas intensiverer Nutzung kam gleich eine Geschichte über den twitternden Krankenwagenfahrer cibis zutage, der nun auf der letzten Seite des Hefts von meinem Kollegen Christoph porträtiert wurde. Soll noch mal einer sagen, die neuen Medien wären der Tod der alten – nein, sie bereichern sie vielmehr. Konvergenz ist alles. Deswegen darf auch im Pflasterstrand-Blog übers neue Heft diskutiert werden.
Demnächst dann wieder mehr von dieser Warte.







Mai 29, 2008 @ 17:22:50
jepp – ist nen feines blatt geworden. auch ich darf da arbeiten und bin von dem produkt überzeugt. mal schauen, wie es am pos zieht…