Henri Nannens Preis

Ich will mich ja nicht beschweren. Natürlich sind die Gewinner-Reportagen beim Henri-Nannen-Preis immer großartig und toll und überhaupt. Auch dieses Jahr wieder, das vierte in Folge, in dem ich mich beworben habe. Das mit der Bewerbung ist total einfach. Die Reportage in vierfacher Ausfertigung mit einem kleinen Bewerbungsbogen an Henri-Nannen-Preis, Hamburg geschickt (die Adresse geht wirklich so), diesmal kam nach ein paar Wochen noch die Aufforderung, das Original-Heft nachzusenden, gemacht, getan, gewartet. Nun ist die Liste der Nominierten raus, von der ich über eine Pressemitteilung des Verlags Gruner+Jahr erfuhr. In der Jury des Preises saßen in diesem Jahr: Mitarbeiter oder einstige Mitarbeiter von Geo, Stern, Zeit, Focus, SZ, Spiegel und FAZ. Und, quasi als Joker, Alice Schwarzer.

Nominiert sind dieses Jahr Arbeiten von: Zeit, Spiegel, Stern, FAZ, Geo und SZ. Und, quasi als Joker, der Neuen Zürcher Zeitung.

Dass kann man eigentlich so stehen lassen. Oder so kommentieren wie Oliver Gehrs im Dummy-Blog.

Oder sich darüber ärgern, wenn einem am Rande einer Verleihung eines kleineren Preises als den Henri Nannens gesagt wird: schade, dass Ihr Beitrag im Journal Frankfurt erschien. Hätte ihn das SZ-Magazin abgedruckt, hätte er bestimmt größere Chancen gehabt. Andererseits: dabeisein ist alles. Und die Genugtuung, dass es zumindest theoretisch nicht sooo schlecht ist, was man da so schreibt, reicht ja auch vollkommen. Und nächstes Jahr probiere ich es wieder. Wie gesagt: ich will mich nicht beschweren.