Disappear Here

disappear here magazineVor ein paar Tagen bekam ich Post von Peaches Geldof, genauer gesagt von Peaches Honeyblossom Michelle Charlotte Angel Vanessa Drummey Nee Geldof wie Wikipedia weiß. Anliegend ihr neues Magazin “Disappear Here”. Der Name ist schon mal großartig. Und sonst? Hier die Kurzfassung. Gut: Straßeninterviews mit intimen Fragen (“Wie würdest Du Deinen Partner/Freund/Mann umbringen?” “Wieviel damit Du Dich für uns ausziehst?” “Wer sollte Dich in einem Film spielen?”) und lustigen Antworten (“Irgendwas mit einer Axt.” “500 Pfund. Ist das ein Angebot?” “Mein Leben ist ziemlich langweilig. Also Judy Dench, denke ich.”). Auch gut: eine Interview-Form, die Anger Management heißt – wieviele Fragen an Richard Barnbrook von der British National Party bevor er so verärgert ist, dass er auflegt (Antwort: Neun). Besser: keine solariumgebräunten Menschen im Heft (auch nicht in der Modestrecke). Keine, ich wiederhole, KEINE Anzeigen (Die Zeitschrift kostet kaum vier Euro, also: wahrscheinlich sponsored by Daddy?). Keine Blondinen. Nun die Kehrseite: Peaches ist leicht überrepräsentiert. Ein Bericht über alte Menschen die Urnen testen sind naja. Es werden ziemlich viele Worte über Bands verloren, von denen ich noch nie was gehört habe. Die Listen mit den “Things we love” (Titelgeschichte) sind ein wenig unwitzig, wie überhaupt dem Teil mehr Humor gut tun würde. Ansonsten aber: hey, das ist die Erstausgabe, und dafür ist sie ziemlich genial. Auch vom Design her (Punk). Interessant auch der Vertrieb: abgesehen von einigen englischen Szeneläden, gibt es Disappear Here nur in begrenzter Auflage (so die schwachsinnige Eigenwerbung, denn das gilt ja selbst für die Bildzeitung) und nur übers Netz. Hier die Adresse. Und ich warte nun auf den nächsten Brief von Peaches Honeyblossom Michelle …