Sperrfristen
21 Jan 2008
Heute gab es mal wieder eine Sperrfrist. Also anders gesagt: der Hessische Rundfunk wollte nicht, dass die Journalisten, die heute mittag bei der Aufzeichnung des Fernsehduells waren, ihre Erkenntnisse vor der Ausstrahlung der Sendung um 20.15 Uhr verbreiten. So etwas ähnliches gab es schon am Freitag, wie das Handelsblatt berichtet.
Schade, dass dann schon kurz nach Ende der Aufzeichnung erste Details bei hr-online stehen und die dann bis zum Abend richtig schön ausgebaut sind, inklusive einige Audio- und Videozitate aus dem Dreh. So dass die Sperrfrist ja eigentlich unnötig war. Zumindest in dem Sinn, dass jemand die Sendung langweilig finden könnte, jetzt wo er schon ALLES weiß. Natürlich weniger in dem Sinn, dass die einzige Informationsquelle die Online-Seiten der ARD-Anstalt waren. Zumindest für einige Stunden.
So gesehen stimmt’s schon: die Sperrfrist gehört abgeschafft. Oder einfach ignoriert.







Jan 21, 2008 @ 10:05:00
So sind sie halt, die öffentlich-rechtlichen. Und besonders der HR. Aber vielleicht liegts daran, dass sie jeden Cent zweimal umdrehen müssen, weil ja so wenig an Gebühren reinkommt. Ärgerlich finde ich bei der ganzen Sache, dass sich die öffentlich-rechtlichen immer als Hort des reinen, guten und seriösen Journalismus begreifen. War wohl mal auch so. Verwässert aber immer mehr. Wie man an solchen Kleinigkeiten wie hier beschrieben wieder mal sieht.
Welche tolle Ausrede Herr Reitze zu dem Thema wohl wieder auf Lager hätte??