My Blueberry Nights
4 Feb 2008

Ich muss an dieser Stelle zugeben, das mir der Name Wong Kar Wei bis vor Kurzem kein Begriff war. Zugleich kann ich nur jedem raten, dem es ähnlich geht, diese Bildungslücke zu schließen. Am Besten funktioniert das im Kino, in dem der aktuelle Film des Regisseurs gerade läuft. My Blueberry Nights hat nämlich auch den Vorteil, dass nahezu jeder Schauspieler bekannt ist. Auch den Menschen, die Wong Kar Wei nicht kennen. Norah Jones spielt die Hauptrolle. Jude Law ist mit dabei und die nicht minder wunderbare Natalie Portman, die schwermütige Rachel Weisz und der ebenso gefühlsgelagerte David Strathairn. Und wem das alles noch nicht reicht, diesen Film anzuschauen, dem sei gesagt: Gefühl, viel Gefühl und Ruhe, grenzenlose Ruhe und dann das Wissen um die richtigen, die wichtigen Momente im Leben. Und schließlich die Gewissheit, dass man manchmal lange Wege gehen muss, um dahin zurückzufinden, wo alles anfing. Weil man nur so ein gelassenerer, ein gereifterer Mensch werden kann, der weiß, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft, um schön zu werden. Also nochmal: Wong Kar Wei. Blueberry Nights. Anschauen.
Außerdem gelobe ich hiermit, die mir ans Herz gelegten Filme “In the mood for love” und “Chunking Express” nachzuholen. Dann kann nichts mehr schiefgehen.
Foto: Prokino Filmverleih







Feb 04, 2008 @ 10:29:56
die filmkritik war da nicht so gnädig, hier die FAs, Peter Körte, vom 20.1.:
und, ende vom lied:
eine dunkle prognose, lieber nils, für dein “in the mood for love”-urteil. SZ war auch sehr ungnädig, um nicht zu sagen: mürrisch, aber ich finde sie leider nicht online. und der spiegel fragt: “Wie konnte so viel Kitsch zustande kommen?” herrlich auch.
Feb 04, 2008 @ 10:37:20
die kritiken habe ich auch gelesen, aber erst nach dem film. gottseidank. diese Menschen hätten mir den ganzen Kitsch wirklich vermiesen können. Aber so: alles wunderbar.
Feb 04, 2008 @ 10:41:11
…aber es stimmt auch gar nicht ganz, Rainer Gansera von der SZ schwärmt, ein bisschen verschämt, aber dennoch:
Feb 04, 2008 @ 10:43:21
genau, das wollte ich auch gerade schreiben, nun nur der link:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/497/154100/
und der meister selbst sagt:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/517/154120/
Feb 04, 2008 @ 10:45:26
schön, die kunst des abgewöhnens… kunst des zeitvertreibs auch, um die woche nicht anfangen zu müssen. aber JETZT!
Feb 04, 2008 @ 10:48:35
Ja, rasch ans Werk… ich hab frei :)
Cat Power auf Neosushi
Feb 05, 2008 @ 15:54:46
[...] Blueberry Nights bin ich auf Cat Power gestoßen, die Sängerin heißt Chan Marshall und hat nicht nur [...]