Ich und das Leben der anderen
29 Sep 2010
Gestern ist ein JOURNAL FRANKFURT erschienen, in dem erstmals kein Foto von mir im Editorial zu sehen ist – weil Buchmesse ist, soll der Text ruhig mal im Vordergrund stehen. Heute habe ich mir zum ersten Mal überlegt, das beizubehalten. Als ob die chronische Medienkrise noch nicht genug wäre, man kann ja als Journalist nicht mal mehr in Ruhe (andere Leute würden sagen “bräsig”) in der S-Bahn sitzen, ohne gleich Leser zu verlieren:
Das JF hat sich über Jahre immer wieder positiv geäußert, dass Frankfurt fahrradfreundlicher werden sollte / geworden ist. Und was macht der Chefredakteur? Sitzt bräsig in einer fast leeren S-Bahn – heute vormittag um kurz nach 10h in Oberursel – auf den Klappsitzen, die für Kinderwagen, Fahrräder und großes Gepäck vorgesehen sind. Und dort bleibt er auch ungerührt sitzen, als eine Frau mit Rad einsteigt. Obwohl die Klappsitze ihm gegenüber bereits von einem anderen Fahrrad samt Fahrer eingenommen sind, und seine Klappsitzreihe somit die einzige andere zugängliche Möglichkeit ist, ein weiteres Fahrrad sicher abzustellen, macht der Herr Chefredakteur keine Anstalten, einen der vielen anderen leeren Plätze einzunehmen. Herr Bremer, kleiner Literaturtip – das blaue Schild, das sich über diesen Sitzen befindet. Und nicht nur reden, sondern auch handeln, sonst gilt nämlich das Label “scheinheilig”. Heute habe ich mir zum 1. Mal überlegt, ob ich das JF wirklich kaufen soll.
Billy Bike
Leider anonym.













Ich schwelge gerade in Erinnerungen. Der Grund ist ganz einfach: ein junger Mensch hat die erste Ausgabe der Zeitschrift 64er eingescannt und auf seiner Seite 




