Verschwörungstheorien beim DJV
10 Dez 2011
Nun klingt es erst einmal vernünftig, was Christine Dressler in der Zeitschrift “Blickpunkt” des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) formuliert:
Journalisten sollten sich davor hüten, offizielle Verlautbarungen vorbehaltlos zu übernehmen.
Leider bezieht sich dieses Zitat auf ein Buch von Gerhard Wisnewski, das im August 2011 erschienen ist. Als Buchtipp ist der Text im Verbandsorgan der hessisch-thüringischen Sektion des DJV gekennzeichnet. Dort heißt es weiter:
Die Neuausgabe “Operation 9/11. Der Wahrheit auf der Spur” widerlegt die offizielle Version noch fundierter: Nicht islamische Terroristen um Osama bin Laden, sondern US-Regierung und FBI führten die Attentate aus und verschleierten ihre “Operation”, indem sie bin Laden bereits wenige Stunden danach als Drahtzieher präsentierten.
Und warum, fragen Sie sich, hat die amerikanische Regierung es auf sich genommen, vier Linienmaschinen in ihre Gewalt zu bringen, um damit Anschläge auf ihre eigenen Bürger zu verüben? Auch dafür liefert die Buchkritik eine bestechend einfache Antwort: Die Attentate “sollten der Regierung eine Rechtfertigung dafür liefern, den Krieg gegen den Islam zu intensivieren und die weltweite Überwachung durchzuführen”.
Solche Behauptungen nennt Frau Dressler “sachlich statt reißerisch”. Ein Glück, dass es im Impressum des Quartalsheftes heißt: “Veröffentlichungen stellen die persönliche Meinung des Verfassers dar.” Nur schade, dass solchen Veröffentlichungen dann auch Raum gegeben wird.





Ja, es kann einen auch betrüblich stimmen, einen gut gelaunten Bericht des Schriftsteller John von Düffel 


Inhaltlich ist die tageszeitung schon lange eine ganz normale Zeitung. Agenturmeldungen in den Randspalten, namentlich gekennzeichnete Artikel in der Mitte, Hintergrundstücke und Reportagen, zwei Seiten Kommentare, Sport, politisch irgendwie leicht links der Mitte und manchmal mit leichtem Wehmut an frühere Zeiten, was ja auch nicht ungewöhnlich ist, wenn man gerade 30 geworden ist. Nun also ein neues Layout, in das einige unbezahlte Überstunden geflossen sein dürften; ein Layout, das beim Guardian abgeschaut worden sein soll, in Wahrheit aber irgendwie Rundschauesk rüberkommt. Aufgeräumt, seriös, tausendmal gesehen. 2,30 Euro kostet die Samstagsausgabe, da muss man am Kiosk nochmal im Portemonnaie kramen, um nachzulegen. Bekommt aber farbige Seiten und eine Sonntagsbeilage mit dem kindischen Namen sonntaz, die aber wirklich gut ist. Wie ein Magazin eben, nur auf billigem Zeitungspapier gedruckt. Achso, das mit der Rundschau: irgendwie dann doch komisch, dass FAZ und 
