Die Ersatzbank für Politiker

Kann man in diesen Tagen Europäische Union sagen, ohne die Iren zu erwähnen? Versuchen wir’s: Peter Hintze soll Mitglied der Europäischen Kommission werden, berichtet die FAZ. Der christdemokratische Pfarrer dürfte den meisten noch als eilfertiger Generalsekretär von Helmut Kohl bekannt sein, ist seither jedoch gottseisgedankt nicht mehr in Erscheinung getreten. Seine Weglobung nach Brüssel ist ein typisches Beispiel dafür, das Politiker, die es in Deutschland nicht bringen, aufs EU-Abstellgleis geschoben werden. Der rumpelige einstige CSU-Generalsekretär Söder ist nun etwa für die Europaangelegenheiten des Freistaats Bayern zuständig. Von unzähligen namenlosen EU-Abgeordneten und -Beamten gar nicht zu reden. Dabei entscheidet die Europäische Union Nachhaltigeres als es der Bundestag je könnte. Wenn die Parteien nicht langsam ihre Besten “wegloben” wird das nichts mit dem neuen Bild von Europa. Und, ach, die Iren …

Bild: Der Raub der Europa, Rembrandt, 1632

Das Ende des Breitbands?

In den USA machen sich einige Internetprovider daran, die Zeit zurückzudrehen: sie schaffen die Flatrate wieder ab, die volumenbasierten Tarife kehren zurück. Noch sind es nicht mehr als Experimente, die zugrundeliegende Frage aber ist klar: warum soll jemand, der mehr Bandbreite verbraucht, nicht auch mehr dafür zahlen. Die New York Times berichtet von drei verschiedenen Beispielen: ein monatliches Kontingent, eine Verlangsamung der Internetverbindung bei “heavy users” und eine volumenbasierte Abrechnung. Solche Tarife werden sich nur schwierig wieder einführen lassen. Nach Jahren der kostengünstigen DSL-Flats sieht das in Deutschland genauso aus. Die Frage bleibt aber: wer bezahlt den ganzen Spaß? Durch Videos und Internetfernsehen, durch (legale wie illegale) Filmdownloads nimmt der Datendurchsatz stetig zu. Das geht nur so weiter, solange wir nicht an Download-Limits und zwangsverlangsamte Internetverbindungen zu denken haben. Hier zeigt sich auch, auf welch Füßen der derzeitige Netzaufschwung steht. Vielleicht wäre ein grundsätzliches Recht auf schnelles und unbegrenztes Netzvergnügen nicht die falscheste Entscheidung. Wenn, wann nicht jetzt, wollte man der Telekommunikationsbranche ein solches Gesetz nicht abtrotzen? In Zukunft könnte es weit teurer erkauft sein.

Foto: vanz/flickr

Der Mohr von Berlin-Mitte

Das aktuelle Dummy-Magazin über die Schweiz ist nur wenige Tage alt, da wird schon über das nächste geschimpft. In drei Monaten soll’s erscheinen, Thema: Neger. So zumindest die Ankündigung im Heft. Klar, das gab Proteste. Die waren, Überraschung, einkalkuliert, wie es im Dummy-Blog heißt. Darf ein Magazin Neger heißen? Klar, dürfen darf erstmal alles. Und das Argument Roberto Blanco würde damit nur aufgrund seiner Hautfarbe in den gleichen Topf wie der Sarotti-Mohr geschmissen, träfe ja wohl auch auf andere Hefte aus dem Hause Dummy zu: Frauen, Juden, Türken – auch diese Wörter standen schon mal auf dem Cover des Berlin-Mitte-Mags und waren damit zugleich Sinnbild für das, was die Porträtierten verband: ihr Geschlecht, ihre Religion, ihre Nationalität. Beim Thema Neger ist jedoch noch mehr drin: analog zur taz, die sich scharfe Vorwürfe wegen ihres Titels “Onkel Baracks Hütte” anhören musste, wäre es doch angesichts des Erscheinens im Herbst recht vorteilhaft ein Bild von Barack Obama aufs Titelbild zu heben und Neger drunter zu schreiben. Wie, das geht nicht? Im Ernst: das ganze muss einfach eine Schnapsidee gewesen sein. Ja, hihi, lustig, macht mal, Neger, haha. Dabei ist nicht mal das Wort doof und irgendwie halt rassistisch, die Idee an sich ist es. Warum dann nicht ein Heft über Schlitzaugen? Wäre doch auch total provokant. Und am Besten schon mal im Mohren-Heft ankündigen, damit man im Gespräch bleibt. So funktioniert Werbung.

Bild: Othello et Desdémone von Alexandre Marie Colin

Nothing thicker than a knife’s blade separates melancholy from happiness

Das da ist Tilda Swinton. Deren Großartigkeit kürzlich in Michael Clayton wieder einmal zu besichtigen war. Hier aber spreche ich über Orlando. 15 Jahre alte Literaturverfilmung. Das Szenenbild zeigt Tilda Swinton als Lord Orlando, als Mann. Erst einige Jahrzehnte später wird er zur Frau, doch immer noch so jugendlich wie einst – so ist das, wenn man der Königin am Sterbebett den Wunsch erfüllt, doch ja bitte jung und schön und reizend zu bleiben. So beginnt der Film mit dem Tod, der ewiges Leben erschafft, schwingt sich zur Poesie, zur Liebe, natürlich. So geht es durch die Jahrhunderte und auch darüber hinaus, was Virginia Woolf ermessen konnte, nämlich bis in unsere Tage hinein. Wie in einem Strom zeigen sich in Orlando die gesellschaftlichen Veränderungen, die Geschlechterbilder und die Bilder, die sich Männer und Frauen von der Welt machen. Der Film schwebt so dahin und dennoch bekommt man den Eindruck, dass sich weder Orlando noch Orlanda so wirklich langweilen. Dafür ist das Leben und Lieben wohl einfach zu spannend, auch über vierhundert Jahre. Die Menschen verkleiden sich ja auch immer wieder – mit Perücken, Männer in Strümpfen und mit Ohrringen und Frauen in überbordenden Reifröcken. Das Beruhigende daran: Menschen verändern sich nicht. Sie bleiben die selben wunderbaren Geschöpfe, ob sie nun altern oder nicht, ob sie ihr Geschlecht umwandeln oder nicht. “Same person. No difference at all… just a different sex”, sagt Orlando. Es sind noch mehr schöne Sätze im Film. Ein anderer steht in der Überschrift. Gründe genug das Buch zu lesen. Und dabei an Tilda zu denken.

Unabhängig. Überparteilich

Seit einigen Tagen pappt auf dieser Seite dann und wann eine Google-Anzeige mit den Worten “Stoppt Gotteslästerung”, die auf eine Seite der Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur verlinkt, die ich hier nun bewusst nicht verlinke. Dort lässt sich ein Appell an den Bundespräsidenten schicken, auf dass dieser eine Theatervorführung verdamme, in der nackte Menschen das Evangelium nachstellen und sich dabei geißeln – so zumindest die Kurzzusammenfassung der Christen auf das Stück “Messiah Game” der Berliner Compagnie Felix Ruckert, das wohl gerade bei der Theaterbiennale wiederaufgeführt wurde (es stammt aus dem Jahr 2005). Es ist ein Stück, das mal gute, mal weniger gute Kritiken bekommen hat, eigentlich wäre es also nicht wert darüber viele Worte zu verlieren. Aber durch seine Herangehensweise sorgt es wohl stets für Provokationen. Und damit für Aufmerksamkeit. Was darauf schließen lässt: die Deutsche Vereinigung für Christliche Kultur und ihre Aktion “Kinder in Gefahr” ist ein Projekt von Felix Ruckert, um dem eigenen Stück den nötigen Auftrieb zu geben. Dagegen spricht freilich, das auf der Seite der katholischen Fundis zu lesen ist, sie hätten sich bereits 1983 in Frankfurt zusammengefunden, um die “geistigen, sozialen und kulturellen Werte der christlich-abendländischen Kultur und Zivilisation die von einer seit mehr als fünf Jahrhunderte anhaltenden zersetzenden Revolution nach und nach zerstört werden soll” zu schützen. Wie es auch sei: ich distanziere mich hiermit klar von den Inhalten des Ruckert’schen Tanztheaters wie auch der “Kinder in Gefahr”. Und sage: seine Anzeigenkunden kann man sich nicht aussuchen. Aber was tut man nicht alles für rund einen Dollar im Monat.

Foto: flickr/lemoncat1

Das Ende des Rundfunks

Fernsehturm

Nein, es soll hier nun nicht auch noch darum gehen, auf die armen öffentlich-rechtlichen Sender einzudreschen. Aber die Frage muss erlaubt sein: was ist Rundfunk? Ist das Publizieren im Internet Rundfunk? Die Befürworter einer stärkeren Netzpräsenz von ARD und ZDF sehen das so. Sie argumentieren: warum sollte der Rundfunk nicht mit der Zeit gehen dürfen? Warum nicht die Hörer und Zuschauer da mit Informationen versorgen, wo sie sich tummeln? Zugleich befürchten die Verlage, dass sie das knappe Terrain im Netz nun auch noch mit einem erheblich ausgeweiteten, gebührenfinanziertem Online-Angebot teilen müssen. Soweit die offensichtlichen Gräben.

Dahinter steht ein ganz anderer Umbruch: der Pluralismus hat zugenommen. Den Zuschauer, den Leser, den Hörer gab es noch nie, aber anders als früher muss er sich nicht mehr mit den Massenmedien zufrieden geben. Der Prozess dorthin war lange Zeit schleichend. Von drei Programmen zu zwölf. Von zwei Radiosendern zu zwanzig. Erst durch das Internet und insbesondere durch die flächendeckende Versorgung mit günstigen Breitbandanschlüssen, ist es in den Industrienationen zu einer wirklichen Umwälzung der Medienlandschaft gekommen, deren Auswirkungen die alten Massenmedien nun zu spüren bekommen. Der Nutzer kann schnell und kostengünstig zum Produzenten werden. Nicht mehr nur Texte, auch Videos und Podcasts für alle möglichen Zielgruppen überfluten derzeit das Internet. Und nicht selten umfasst die Zielgruppe dabei nur wenige Menschen.

Zugleich ist damit der Zwang verschwunden, Unterhaltung an bestimmte Uhrzeiten zu knüpfen. Man leiht sich eine DVD, man lädt eine amerikanische TV-Serie herunter, man trägt eine Radiosendung auf dem iPod umher. Auch hier ist die Mediennutzung flexibler geworden. Und die herkömmlichen Sender hinken gewaltig hinterher. Der Rund-Funk ist so ein Auslaufmodell. Und eigentlich ist es damit auch der Programmauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender. Und damit die Rundfunkgebühren. Eigentlich müsste man andere Formen der Finanzierung finden, doch die Bundesrepublik bäumt sich noch einmal auf und lässt Medienpolitiker wie Kurt Beck durchs Land ziehen und vom Wein vergangener Jahre predigen. Das ist nostalgisch. Aber das passt ja zu einer Volkspartei, im übrigen noch so ein Auslaufmodell. Doch davon an anderer Stelle.

Wir Maschinenmenschen


Wir denken zusehends in Hyperlinks, in Schnipseln und in Metawissen. Und zum Beweis für diese steile These empfehle ich ausdrücklich den Artikel von Nicholas Carr bei theatlantic.com. Überschrift: Is Google Making Us Stupid? Hört sich erstmal recht reißerisch an. Die Sache ist: Carr hat recht. Schon in seiner Beschreibung, wie schwer es fällt sich auf längere Texte einzulassen, Bücher von vorne bis hinten zu lesen. Die Übersprungshandlungen nehmen zu. Unser Denken hüpft von Gedanke zu Gedanke wie von Link zu Link. Zu diesem Wort fällt uns jenes ein, zu jenem Wort dieses. Und dazwischen ist ein großes Meer an Nichts. Wer braucht noch Gedichte auswendig zu lernen, wenn die Verse nur einen Klick entfernt sind? Wer will sich noch Gedanken machen um das Wesen der Welt, wenn sie in Myriaden Nachrichtenmosaiksteinchen vermeintlich erklärt wird?

Schon aus dieser Perspektive ist es lohnenswert Carrs Gedanken zu folgen (über vier Seiten! Puh, wie anstrengend …) Wie in Kubricks 2001 bekommen die Maschinen die menschlichsten Züge, weil wir ihnen blind vertrauen:

In the world of 2001, people have become so machinelike that the most human character turns out to be a machine. That’s the essence of Kubrick’s dark prophecy: as we come to rely on computers to mediate our understanding of the world, it is our own intelligence that flattens into artificial intelligence.

Foto: joanofarctan/flickr

Die duale Zeitung

Es mag etwas seltsam erscheinen, wenn auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von heute und fortgesetzt auf Seite 2 über die neuen Kohlendioxidgrenzwerte für Kraftfahrzeuge berichtet wird und sich der Auto-Teil ebendieser Zeitung so vollkommen unbeeindruckt von dieser Entwicklung gibt, dass auf einer ganzen Zeitungsseite dem Porsche Carrera 911 gelobhudelt wird: “Seit sechzig Jahren baut Porsche Sportwagen. Und der Carrera 911 scheint immer jünger zu werden. Jetzt fährt er mit direkter Einspritzung und Doppelkupplungsgetriebe”, heißt es in der Unterzeile und man möchte hinzufügen: nud pustet gut 300 Gramm CO2 pro Kilometer in die Atmosphäre.

Im Text selbst stehen dafür dann echte Perlen des Motorjournalismus. Wie diese hier:

Die neuen 911er nach dem Baujahr 1997 klangen anders als die älteren Typen, aber sie sangen ein heiseres Lied vom Boxermotor, der nach dem Start hochdrehte, eine Tüte Kartoffelchips verknusperte und dann zupackte wie der hungrige Hofhund beim Besuch des Steuerprüfers.

Kurzum: eine Sternstunde, dieser Artikel. Leider nicht online zu finden, aber das wird bestimmt nachgereicht.

Alles neu macht der Juni

Nur kurz vermeldet: meine Homepage ist neu:

Die Diplomarbeit, die mir ein Print-on-Demand-Verlag neulich versprach abzunehmen, werde ich nach und nach im Netz veröffentlichen (das Ding ist immerhin schon vier Jahre alt und es nicht wert, für 50 bis 100 Euro ohne Satz und Lektorat über den Buchhandel vertickt zu werden). Demnächst mehr dazu.

Und auch hier werden bald neue Seiten aufgezogen. Das Schwarz macht einen im Sommer ja ganz depri – im Herbst darf es gerne wiederkommen. Wer dagegen ist, der spreche jetzt oder möge für immer schweigen.

Milchboykott

Ich habe Bilder, in denen Menschen Lebensmittel wegschütten, noch nie so richtig verstanden. Ich erinnere mich an den Vorabend zum Irakkrieg, als einige aufgebrachte US-Amerikaner im Fernsehen zu beobachten waren, wie sie französischen Wein in die Gosse kippten. Sozusagen als Protest. Wobei es den Franzosen ja relativ egal sein durfte, ob die Amis den Wein nun trinken oder wegschütten – bezahlt war er ja.

Im Moment findet eine natürlich überhaupt nicht vergleichbare Situation statt: Milchbauern kippen Milch weg, weil sie sich am Milchboykott beteiligen. Das sieht natürlich sehr eindrucksvoll aus und wird vielleicht auch die Milchpreise für die Zeit des Boykotts hochtreiben, aber andererseits: bekommt Milch nicht den Anschein, ein billiges, ein im Überfluss vorhandenes und somit zurecht derart günstiges Lebensmittel zu sein, wenn man es in den Gulli schüttet wie Wasser? Trotzdem sieht man Menschen, die Lebensmittel aus Protest wegschütten viel zu selten. Seit dem Kriegsbeginn im Irak sind schließlich auch schon wieder vier Jahre ins Land gegangen. Die Ausschüttkultur liegt weltweit am Boden.

Rüsselsheimer Parkidylle

Parkidylle

In eigener Sache

Hier war es recht ruhig für ein paar Wochen, was daran lag, dass es an anderer Stelle nicht so ruhig war. Aber dennoch schön. Seit gestern ist ein neues Journal Frankfurt am Kiosk, neu in vielen Hinsichten, vordergründig vor allem mit Blick auf die Gestaltung (das Layout, Design, wie man’s auch immer gerade nennt). Alles etwas luftiger, erwachsener (wobei erwachsen eigentlich ein nicht soo gut gewähltes Wort ist, weil, wie ein Leser heute meiner Meinung nach zurecht anmerkte: erwachsen sein doch irgendwie spießig und langweilig ist. Alle sind erwachsen, keiner mag’s sein? Das wär noch mal ‘nen extra Beitrag an dieser Stelle wert.)

Ich find, das neue Heft ist ziemlich gut geworden und das sage ich nicht, weil ich dort angestellt bin oder das mitverbrochen habe (so drückte sich eine Leserin heute Abend am Telefon aus – aber, bevor der falsche Eindruck entsteht: bislang ists Feedback größtenteils positiv), sondern ich sage das, weil ich das Journal nach dem Relaunch wirklich für substantiell verbessert halte. Der Redaktion wird mehr Raum als bislang eingeräumt (was einen Redakteur natürlich freut), der Terminkalender rückt in den Hintergrund (Vollständigkeit war in einem Printprodukt sowieso schon immer eine Illusion, online kommt man ihr nahe). Dazu hatte ich die Ehre eine mehrseitige Reportage über die Flüchtlingsunterkunft am Flughafen zu schreiben, die es, obwohl eigentlich politisch und damit verkaufsmindernd, sogar aufs Titelblatt geschafft hat. Einen Redakteur und einen Fotografen etliche Tage recherchieren zu lassen, ihnen Zeit zu geben für ein solches Projekt ist ein großer Luxus, den sich ein Stadtmagazin erstmal leisten können/wollen muss.

Schließlich habe ich mich nun wenigstens beruflich mit dem 140-zeichen-ins-netz-schreiben-dienst twitter angefreundet, da erfährt man zwar auch viel Belangloses von den Mitlesern und MItschreibern, aber gleich am dritten Tag etwas intensiverer Nutzung kam gleich eine Geschichte über den twitternden Krankenwagenfahrer cibis zutage, der nun auf der letzten Seite des Hefts von meinem Kollegen Christoph porträtiert wurde. Soll noch mal einer sagen, die neuen Medien wären der Tod der alten – nein, sie bereichern sie vielmehr. Konvergenz ist alles. Deswegen darf auch im Pflasterstrand-Blog übers neue Heft diskutiert werden.

Demnächst dann wieder mehr von dieser Warte.