Impressumspflicht und Offline-Spam

Es gibt ja diese sogenannte Impressumspflicht, wonach also jeder Webseitenbetreiber in Deutschland gezwungen wird, eine ladungsfähige Anschrift anzugeben. Diese darf keine Firmenadresse sein und auch kein Postfach, weil die Gesetzgeber davon ausgehen, dass man dort etwaige Post nicht so toll empfangen kann wie zu Hause. Also ist die ladungsfähige Anschrift eine Privatadresse. Das ist, dachte ich, insoweit nicht so schlimm, weil man ja als Besitzer einer .de-Adresse sowieso seine Privatsphäre an die denic abgibt, die solche Daten auch der Öffentlichkeit preisgibt. Seit ich aber nun die Impressumspflicht erfülle, um abmahnenden Drecksanwälten die Arbeit zu ersparen, mir unverlangt Kostennoten zu schicken, bekomme ich Post. Pressemitteilungen von einer Weinhandlung, von einigen PR-Firmen undsoweiter. Pressemitteilung heißt: die wissen, dass ich Journalist bin. Privatadresse heißt: sie haben sich auf meiner Homepage bedient, denn im Telefonbuch oder irgendwelchen Verzeichnissen stehe ich nicht. Nun meine Frage: dürfen die das? Und wenn nicht: was ließe sich dagegen unternehmen? Meine erste Idee war ja, die Post als unverlangt wieder zurückzusenden. Oder noch besser mit einem „Empfänger verstorben“.